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Der DDR-Regierungszug-Salonwagen A ex DR 61 50 89-40 006-8 der Gattung Salon 8980, heute zugehörig zum Zughotel Wolkenstein, hier am 26 August 2013.

(ID 871892)



Der DDR-Regierungszug-Salonwagen A ex DR 61 50 89-40 006-8 der Gattung Salon 8980, heute zugehörig zum Zughotel Wolkenstein, hier am 26 August 2013. 

Der Wagen war Bestandteil eines DDR-Regierungszuges. Der Staatszug der Deutschen Demokratischen Republik wurde von der dortigen Partei- und Staatsspitze für Reisen im In- und Ausland genutzt. Ab 1966, überwiegend 1969, wurden zahlreiche neue Salonwagen gebaut, im Stile des 70er Jahre-Zeitgeistes und im Stil angelehnt an die damals modernsten Schnellzugwagen der Deutschen Reichsbahn für den internationalen Verkehr. Die Wagen wurden in Görlitz, Bautzen, Niesky, Delitzsch und Gotha teilweise mit zusätzlichen Drehgestellen für die Spurweite 1520 mm gebaut. Dieser Wagen wurde 1966 vom Waggonbau Bautzen 1966 (Wagenkasten schon 1963) gebaut. 

Einsatz:
Die Salonwagen wurden einzeln oder auch als Zugverband eingesetzt. Diese hießen dann Staatszug oder auch Regierungszug. Letzterer verkehrte in der Regel mit einem der Zugnummer vorgestellten R. Für die Fahrten gab es eine spezielle Dienstanweisung, die als Vertrauliche Verschlusssache so geheim war, dass sie im Verzeichnis der Dienstvorschriften nicht geführt wurde. Wurde ein solcher Zug bereitgestellt, folgte seine Aufstellung zunächst auf zwei Gleisen des sogenannten „R-Zug-Geländes“ im Stellwerksbezirk W 5 des Bahnhofs Berlin-Lichtenberg östlich vom S-Bahnhof Nöldnerplatz. Von dort wurde der Zug dann auf Gleis 49 des Bahnhofs Berlin-Lichtenberg gefahren, wo er für die anstehende Fahrt vorbereitet wurde. Um die Sicht auf den Zug von den anderen Bahnsteigen zu verhindern, wurde als optische Sperre ein Zug mit Leerwagen auf das Parallelgleis gestellt. Die Staatsfahrten liefen unter der Aufsicht des Ministeriums für Staatssicherheit, dem auch dafür eingesetzte Angehörige der Transportpolizei für die Dauer des Einsatzes des Zuges unterstanden. Der Ablauf war höchst aufwendig organisiert.

Nach der Dienstanweisung gab es drei unterschiedliche Stufen des Aufwandes, wenn ein solcher Zug verkehrte. Bei Stufe I verkehrte zum eigentlichen Staatszug noch ein Vorzug und ein Nachzug. Der Vorzug (scherzhaft auch „Minenräumer“ genannt) bestand in der Regel aus einem Salonwagen und einem Gepäckwagen. Der Zug war mit Mitarbeitern von Transportpolizei und des MfS besetzt, die aus der offenen Übergangstür des letzten Wagens die Strecke beobachteten. Der Nachzug war meist nur ein Triebwagen oder eine einzeln fahrende Lokomotive. Alle Weichen, über die der Zug verkehrte, mussten zusätzlich mit Handverschlüssen, in der Regel Weichenschlösser und Zungensperren, gesichert werden. Schranken waren spätestens zehn Minuten vor Durchfahrt des Zuges zu schließen und durften zwischen Vor- und Nachzug nicht geöffnet werden – auch nicht für Feuerwehr- oder Notarzteinsätze. Bei zugbedienten Anlagen war das nur durch Eingriffe in die Sicherungstechnik möglich. Sowohl Eisenbahn- als auch Straßenbrücken über die befahrene Bahnstrecke durften nicht genutzt werden. Für die Züge wurde eine Trasse von etwa einer Stunde freigehalten, in der keine anderen Züge die Strecke nutzen konnten. Die zuständigen Dispatcher erhielten keine Meldung über die Zugbewegungen – sie mussten nur für die vorbestimmte Zeit die Trasse absolut freihalten.

Als Lokomotiven für den Staatszug wurden in der Dampflokzeit unter anderem die Stromlinienlokomotive 61 002, ehemals Zuglokomotive des Henschel-Wegmann-Zugs, für den Vorzug eingesetzt, ansonsten solche der Baureihe 03. Als Diesellokomotiven zur Verfügung standen, wurden solche der Baureihe V 180 (BR 118) eingesetzt.

Der bekannteste Einsatz des Regierungszuges fand 1970 anlässlich des Treffens zwischen Willi Stoph und Willy Brandt in Kassel statt. Weitere Sonderzüge wurde jeweils von der NVA und dem Ministerium für Verkehrswesen vorgehalten.

Der DDR-Regierungszug-Salonwagen A ex DR 61 50 89-40 006-8 der Gattung Salon 8980, heute zugehörig zum Zughotel Wolkenstein, hier am 26 August 2013.

Der Wagen war Bestandteil eines DDR-Regierungszuges. Der Staatszug der Deutschen Demokratischen Republik wurde von der dortigen Partei- und Staatsspitze für Reisen im In- und Ausland genutzt. Ab 1966, überwiegend 1969, wurden zahlreiche neue Salonwagen gebaut, im Stile des 70er Jahre-Zeitgeistes und im Stil angelehnt an die damals modernsten Schnellzugwagen der Deutschen Reichsbahn für den internationalen Verkehr. Die Wagen wurden in Görlitz, Bautzen, Niesky, Delitzsch und Gotha teilweise mit zusätzlichen Drehgestellen für die Spurweite 1520 mm gebaut. Dieser Wagen wurde 1966 vom Waggonbau Bautzen 1966 (Wagenkasten schon 1963) gebaut.

Einsatz:
Die Salonwagen wurden einzeln oder auch als Zugverband eingesetzt. Diese hießen dann Staatszug oder auch Regierungszug. Letzterer verkehrte in der Regel mit einem der Zugnummer vorgestellten R. Für die Fahrten gab es eine spezielle Dienstanweisung, die als Vertrauliche Verschlusssache so geheim war, dass sie im Verzeichnis der Dienstvorschriften nicht geführt wurde. Wurde ein solcher Zug bereitgestellt, folgte seine Aufstellung zunächst auf zwei Gleisen des sogenannten „R-Zug-Geländes“ im Stellwerksbezirk W 5 des Bahnhofs Berlin-Lichtenberg östlich vom S-Bahnhof Nöldnerplatz. Von dort wurde der Zug dann auf Gleis 49 des Bahnhofs Berlin-Lichtenberg gefahren, wo er für die anstehende Fahrt vorbereitet wurde. Um die Sicht auf den Zug von den anderen Bahnsteigen zu verhindern, wurde als optische Sperre ein Zug mit Leerwagen auf das Parallelgleis gestellt. Die Staatsfahrten liefen unter der Aufsicht des Ministeriums für Staatssicherheit, dem auch dafür eingesetzte Angehörige der Transportpolizei für die Dauer des Einsatzes des Zuges unterstanden. Der Ablauf war höchst aufwendig organisiert.

Nach der Dienstanweisung gab es drei unterschiedliche Stufen des Aufwandes, wenn ein solcher Zug verkehrte. Bei Stufe I verkehrte zum eigentlichen Staatszug noch ein Vorzug und ein Nachzug. Der Vorzug (scherzhaft auch „Minenräumer“ genannt) bestand in der Regel aus einem Salonwagen und einem Gepäckwagen. Der Zug war mit Mitarbeitern von Transportpolizei und des MfS besetzt, die aus der offenen Übergangstür des letzten Wagens die Strecke beobachteten. Der Nachzug war meist nur ein Triebwagen oder eine einzeln fahrende Lokomotive. Alle Weichen, über die der Zug verkehrte, mussten zusätzlich mit Handverschlüssen, in der Regel Weichenschlösser und Zungensperren, gesichert werden. Schranken waren spätestens zehn Minuten vor Durchfahrt des Zuges zu schließen und durften zwischen Vor- und Nachzug nicht geöffnet werden – auch nicht für Feuerwehr- oder Notarzteinsätze. Bei zugbedienten Anlagen war das nur durch Eingriffe in die Sicherungstechnik möglich. Sowohl Eisenbahn- als auch Straßenbrücken über die befahrene Bahnstrecke durften nicht genutzt werden. Für die Züge wurde eine Trasse von etwa einer Stunde freigehalten, in der keine anderen Züge die Strecke nutzen konnten. Die zuständigen Dispatcher erhielten keine Meldung über die Zugbewegungen – sie mussten nur für die vorbestimmte Zeit die Trasse absolut freihalten.

Als Lokomotiven für den Staatszug wurden in der Dampflokzeit unter anderem die Stromlinienlokomotive 61 002, ehemals Zuglokomotive des Henschel-Wegmann-Zugs, für den Vorzug eingesetzt, ansonsten solche der Baureihe 03. Als Diesellokomotiven zur Verfügung standen, wurden solche der Baureihe V 180 (BR 118) eingesetzt.

Der bekannteste Einsatz des Regierungszuges fand 1970 anlässlich des Treffens zwischen Willi Stoph und Willy Brandt in Kassel statt. Weitere Sonderzüge wurde jeweils von der NVA und dem Ministerium für Verkehrswesen vorgehalten.

Armin Schwarz 05.01.2025, 700 Aufrufe, 0 Kommentare

EXIF: Canon Canon EOS 1000D, Belichtungsdauer: 1/100, Blende: 8/1, ISO100, Brennweite: 33/1

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Der „Bitburger Party-Treff“-Wagen der SGS Sonderzug-Gastronomie Schuh, eingestellt als D-CBB 56 80 89 - 40 100 - 0 WGmz 038, ex 51 80 09-40 100-2, ex 51 80 85-40 015-91, ex 10 708, ein ex Halbspeisewagen BRbu4üm-61, Baujahr 1962 von Wegmann in Kassel, steht am 17 Juni 2013 beim Hauptbahnhof Trier. Er hatte für 140 km/h RIC Zulassungen für Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Schweiz (D, A, B, F, L, NS, CH). Seit Oktober 2020 ist der Wagen im Bahnpark Augsburg.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Anzahl der Achsen: 4 in 2 Drehgestellen
Länge über Puffer: 26.400 mm
Drehzapfenabstand: 19.000 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm
Eigengewicht: 42 t
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Bremse: KE-GPR
Der „Bitburger Party-Treff“-Wagen der SGS Sonderzug-Gastronomie Schuh, eingestellt als D-CBB 56 80 89 - 40 100 - 0 WGmz 038, ex 51 80 09-40 100-2, ex 51 80 85-40 015-91, ex 10 708, ein ex Halbspeisewagen BRbu4üm-61, Baujahr 1962 von Wegmann in Kassel, steht am 17 Juni 2013 beim Hauptbahnhof Trier. Er hatte für 140 km/h RIC Zulassungen für Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Schweiz (D, A, B, F, L, NS, CH). Seit Oktober 2020 ist der Wagen im Bahnpark Augsburg. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Anzahl der Achsen: 4 in 2 Drehgestellen Länge über Puffer: 26.400 mm Drehzapfenabstand: 19.000 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm Eigengewicht: 42 t Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h Bremse: KE-GPR
Armin Schwarz

Der „Bitburger Party-Treff“-Wagen der SGS Sonderzug-Gastronomie Schuh, eingestellt als D-CBB 56 80 89 - 40 100 - 0 WGmz 038, ex 51 80 09-40 100-2, ex 51 80 85-40 015-91, ex 10 708, ein ex Halbspeisewagen BRbu4üm-61, Baujahr 1962 von Wegmann in Kassel, steht am 17 Juni 2013 beim Hauptbahnhof Trier. Er hatte für 140 km/h RIC Zulassungen für Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Schweiz (D, A, B, F, L, NS, CH). Seit Oktober 2020 ist der Wagen im Bahnpark Augsburg.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Anzahl der Achsen: 4 in 2 Drehgestellen
Länge über Puffer: 26.400 mm
Drehzapfenabstand: 19.000 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm
Eigengewicht: 42 t
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Bremse: KE-GPR
Der „Bitburger Party-Treff“-Wagen der SGS Sonderzug-Gastronomie Schuh, eingestellt als D-CBB 56 80 89 - 40 100 - 0 WGmz 038, ex 51 80 09-40 100-2, ex 51 80 85-40 015-91, ex 10 708, ein ex Halbspeisewagen BRbu4üm-61, Baujahr 1962 von Wegmann in Kassel, steht am 17 Juni 2013 beim Hauptbahnhof Trier. Er hatte für 140 km/h RIC Zulassungen für Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Schweiz (D, A, B, F, L, NS, CH). Seit Oktober 2020 ist der Wagen im Bahnpark Augsburg. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Anzahl der Achsen: 4 in 2 Drehgestellen Länge über Puffer: 26.400 mm Drehzapfenabstand: 19.000 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm Eigengewicht: 42 t Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h Bremse: KE-GPR
Armin Schwarz

Die 111 115-2 (91 80 6111 115-2 D-DB) der DB Regio NRW mit einem mit n-Wagen-Zug (ex Silberlinge bzw. DB Nahverkehrs-Wagen) am 14 Juni 2013 im Hauptbahnhof Koblenz. Rechts steht der vierteilige Bombardier Talent 2 - 442 207 / 707  Kobern-Gondorf  der DB Regio, als RB 81  Moseltal-Bahn  (Koblenz - Cochem - Trier) zur Abfahrt bereit.
Die 111 115-2 (91 80 6111 115-2 D-DB) der DB Regio NRW mit einem mit n-Wagen-Zug (ex Silberlinge bzw. DB Nahverkehrs-Wagen) am 14 Juni 2013 im Hauptbahnhof Koblenz. Rechts steht der vierteilige Bombardier Talent 2 - 442 207 / 707 "Kobern-Gondorf" der DB Regio, als RB 81 "Moseltal-Bahn" (Koblenz - Cochem - Trier) zur Abfahrt bereit.
Armin Schwarz

Der zweite Klasse „alex“ Reisezugwagen (Schnellzugwagen) I-DLB 61 83 21-90 174-5 der Gattung Bmz der DLB - Die Länderbahn GmbH, am 06 Juni 2019 beim Hauptbahnhof München, eingereiht in einem „alex“-Zug (München-Hof).

Der Wagen ist vermutlich ein ehemaliger FS Eurofima- Reisezugwagen (UIC-Typ Z) und daher weiter in Italien registriert.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 26.400 mm
Drehzapfenabstand: 19.000 mm
Achsstand im Drehgestell: 2.560 mm
Leergewicht: 47 t
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Zulassungen: RIC (AC mehrspannungsfähig)
Sitzplätze: 66 in der 2. Klasse in
Abteile: 11 Abteilen mit je 6 Plätzen, 1 Dienstabteil
Toiletten: 1
Bremsbauart: WU-R
Der zweite Klasse „alex“ Reisezugwagen (Schnellzugwagen) I-DLB 61 83 21-90 174-5 der Gattung Bmz der DLB - Die Länderbahn GmbH, am 06 Juni 2019 beim Hauptbahnhof München, eingereiht in einem „alex“-Zug (München-Hof). Der Wagen ist vermutlich ein ehemaliger FS Eurofima- Reisezugwagen (UIC-Typ Z) und daher weiter in Italien registriert. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Länge über Puffer: 26.400 mm Drehzapfenabstand: 19.000 mm Achsstand im Drehgestell: 2.560 mm Leergewicht: 47 t Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h Zulassungen: RIC (AC mehrspannungsfähig) Sitzplätze: 66 in der 2. Klasse in Abteile: 11 Abteilen mit je 6 Plätzen, 1 Dienstabteil Toiletten: 1 Bremsbauart: WU-R
Armin Schwarz






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