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Der Posttriebwagen/Motorpost mP 3031 (Plan mP Serie 3000), ein speziell für den Posttransport konzipierter Elektrotriebwagen, am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands

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Der Posttriebwagen/Motorpost mP 3031 (Plan mP Serie 3000), ein speziell für den Posttransport konzipierter Elektrotriebwagen, am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan. Ein sehr schönes Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt.

Der elektrische Posttriebwagen/Motorpostwagen der Baureihe mP 3001–3035 wurde 1966 von Werkspoor N.V. in Utrecht gebaut und an die PTT (Staatsbedrijf der Posterijen, Telegrafie en Telefonie / niederländische Post) geliefert und bei der NS - Nederlandse Spoorwegen (Niederländischen Staatsbahnen) eingestellt. 

Vorgeschichte:
Ab 1956 wurden 25 Mat '24 Elektotriebwagen -  Blokkendozen  (Kastendose) aus den Jahren 1926–1930, die zuvor im Personenverkehr eingesetzt worden waren, versuchsweise zu Motorpostwagen der Serie mP 9200 umgebaut. Dadurch sollten die durch den Posttransport verursachten Störungen im Personenverkehr reduziert werden. Nach dem erfolgreichen Versuch wurde 1963 die Anschaffung neuer Motorpostwagen beschlossen. In den Jahren 1965 und 1966 trafen 35 ein, die als Baureihe Plan mP Serie 3000 (PTT mP 3001–3035) eingereiht wurden. 

Sie boten eine Grundfläche von 41 m² und eine Ladekapazität von 15 Tonnen. Auf beiden Seiten waren drei große Schiebetüren zum Be- und Entladen der Rollbehälter mit Postsäcken angebracht. Es gab auch einen kleinen Sortierbereich. Die Anhängelast der Motorwagen reichte aus, um 200 Tonnen zu ziehen. So konnten sie vier beladene Postwagen oder acht Güterwagen ziehen. Die Hauptfarbe war Braun, wie die Farbe der Güterwagen. 1975 wurde ein größerer Teil der Front gelb lackiert.

Im Jahr 1978 wurden 60 speziellen Postgüterwagen der Nummern 2422 000–063 der Gattung Hbbkkss angeschafft um den Postverkehr völlig unabhängig vom Personenverkehr abwickeln zu können. Sie waren jedoch nicht braun, sondern rot lackiert. Die gezogenen und stromlinienförmigen Postwagen wurden ausgemustert. Das Museum besitzt auch den P 7920 bzw. den stromlinienförmigen P 8502. Ab 1982 wurden die Motorpostwagen in PTT-Rot lackiert, um besser zu den ebenfalls roten Postwagen zu passen.

Die Motorpostwagen wurden im Auftrag der PTT durch die NS (Niederländische Eisenbahn) gewartet und von Lokführer der NS gefahren.

Technik:
Die Triebwagen sind 26.400 m lang, 2.760 m breit und 3.800 m über den Schienen hoch. Das Gesamtgewicht beträgt 55 Tonnen. Dank der vier Achsen beträgt die Achslast 13,75 Tonnen. Jede Achse ist mit einem Fahrmotor vom Typ Smit-Heemaf ausgestattet. Jeder Motor hat eine Leistung von 138 kW (188 PS). Die Gesamtleistung des Triebwagens beträgt so 552 kW (752 PS). Dies entspricht dem Antriebssystem eines Triebwagens der Baureihe Plan V. Daher verfügen die Triebwagen über eine sehr hohe Beschleunigung. Ein leerer Triebwagen beschleunigt in 55 Sekunden auf 125 km/h. Die höchstzulässige Geschwindigkeit betrug 140 km/h. Die Triebwagen sind mit zwei Westinghouse-Kompressoren mit einer Kapazität von 280 l/min ausgestattet. Auf dem Dach sind zwei Faiveley AM 30-Stromabnehmer mit Doppelschleifstücken montiert. Die Achsfolge ist Bo'Bo'. 

Aufbau:
Der Führerstandaufbau ist nahezu identisch mit dem der Triebwagen der Baureihen V und T. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sich neben der rechten Führerstandstür ein zusätzlicher Rangierführerstand befindet. In Führerstand I befindet sich mittig an der Rückwand eine Tür zum Zugführerabteil. In Führerstand II bietet diese Tür Zugang zum großen Ladebereich mit vier Ladetüren auf jeder Seite. Auch das Zugführerabteil ist vom Ladebereich aus zugänglich. Auch eine Toilette ist im Triebwagen vorhanden.

Die Motoren sind in einer Aufhängung montiert. Der Fahrmotor ist einseitig rollengelagert auf der Achse gelagert. Die Motorachse wird von einem Ritzel angetrieben, das mit einem festen Zahnrad auf der Radachse kämmt. Durch die Verwendung von Rollenlagern anstelle von Gleitlagern konnte die Anzahl überhitzter Lagerstellem erheblich reduziert werden. Der Triebwagen ist für eine Geschwindigkeit von 140 km/h ausgelegt. Unter dem Waggon befinden sich zwei Kompressoren. Diese können 280 Liter Luft pro Minute liefern. Diese Luft wird für die elektropneumatischen Bremsen und verschiedene elektropneumatische Geräte verwendet. Zur Stromversorgung des Steuerkreises und der Beleuchtung ist unter dem Waggon ein Heemaf-Motorgenerator installiert. Dieser wandelt die 1.500 Volt Oberleitungsspannung in 100 Volt für den Steuerkreis und 145 Volt für die Beleuchtung um. Der Motorgenerator hat eine Leistung von 5 kW. Die Schaltschränke und Relaiskästen befinden sich unter dem Waggon. An die Motorwagen können maximal drei beladene Postwagen gekuppelt werden. Die Drehgestelle basieren auf denen der Pläne T und V, haben jedoch einen um 250 mm größeren Radstand von 3.000 mm.

Im Gegensatz zum den Mat '64 mit ihren Scharfenberg-Kupplungen, verfügen die mP 3000 über konventionelle Schraubenkupplungen und Puffer, die das Ankuppeln an Postwagen der Baureihen Plan C, Plan E und Plan L sowie an Güterwagen ermöglichten. Bis zu drei mPs konnten in Mehrfachtraktion gefahren werden. Die Postmotorwagen waren zunächst wie die alten Blokkendoos-Motorwagen rotbraun lackiert.

TECHNISCHE DATEN:
Gebaute Anzahl: 35
Nummerierung: mP 3001 bis 3035
Eigentümer/Betreiber: PTT / NS
Hersteller: Werkspoor N.V., Utrecht
Baujahre: 1965/66	
Ausmusterung: 1995 bis 2008
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: Bo'Bo' 
Länge über Kupplung: 26.400 mm
Breite: 2.760 mm
Höhe über SO: 3.800 mm
Drehzapfenabstand: 18.350 mm
Achsabstand im Drehgestell: 3.000 mm
Treibraddurchmesser: 950 mm (neu)
Leergewicht: 52 t 
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h (im Plandienst 125 km/h)
Motorentyp: 4 Stück vom Typ Smit-Heemaf TM 671 á 138 kW (188 PS)
Stundenleistung: 552 kW (752 PS)
Dauerleistung: 488 kW / (663 PS)
Stromsystem: 1,5 kV Gleichstrom
Stromabnehmer: 2 Stück Faiveley Typ AM 30
Anzahl der Sitzplätze: 2
Max. Zuladung: 15 t (Post)

Der niederländische Postverkehr:
Gleichzeitig mit dem Ausbau des Autopostnetzes entstand auch das sogenannte Sternnetz. Utrecht diente als Knotenpunkt für alle Post-Züge der elf verschiedenen PTT-Versandstellen. Die Einrichtung dieser Knotenpunkte ermöglichte eine bessere Konzentration des Postverkehrs. Täglich fuhren Postzüge von Amsterdam, Haarlem, Zwolle, Leeuwarden, Groningen, Arnheim, ’s-Hertogenbosch, Den Haag, Roosendaal, Rotterdam und Sittard nach Utrecht, um dort in einen Postzug mit neuem Ziel umgeladen zu werden oder Rollcontainer mit Post in Säcken oder Paketen auszutauschen. Ziel war es, möglichst wenige Container umzuladen. Zusätzlich zum Sternnetz gab es das sogenannte Randstad-Netz zwischen Rotterdam, Den Haag, Haarlem und Amsterdam. Pro Tag fanden insgesamt fünf Umläufe statt, einer morgens, einer nachmittags, zwei abends und der letzte nachts. Auch samstags und sonntags nachts fanden Umläufe statt. Lkw´s lieferten die Post zu und von den Versandzentren. Auch Deventer und Eindhoven verfügten über ein kleines Versandzentrum, das jedoch optional betrieben wurde.

Die meisten Poststationen befanden sich in der Nähe der Hauptbahnhöfe der genannten Städte und waren mit einem Sortierzentrum und manchmal sogar einem Postamt ausgestattet.

Einstellung des Postverkehrs per Bahn:
1992 wurde der erste PTT Motorpost Triebwagen an die Niederländische Eisenbahn (NS) übergeben. Der mP 3032 wurde zu einem ATB-Messwagen umgebaut und ersetzte den Messwagen „Jules“, der aus Mat '24 umgebaut worden war. Der mP 3032 erhielt den Spitznamen „mP Jules“. Später wurde das Messunternehmen aus der NS ausgegliedert und der Messwagen an Eurailscout übergeben.

1995 erwarb die NS erneut mehrere Triebwagen von der Niederländischen Post (PTT). Diese dienten dem Transport von Material und Ausrüstung zwischen den verschiedenen Werkstätten. Ab Mai 1997 wurde der gesamte Postverkehr per Bahn in den Niederlanden eingestellt. Die letzten überzähligen Triebwagen wurden daraufhin an NS Cargo verkauft. Auch diese ehemaligen Triebwagen wurden hauptsächlich für den Transport zwischen den Werkstätten und einigen anderen leichten Güterzügen eingesetzt. Geplant war außerdem der Transport von Blumen zwischen Groningen und Hoofddorp. Diese Pläne wurden nie umgesetzt, und der Transport zwischen den Werkstätten über ein eigens dafür konzipiertes Sternnetz wurde bald eingestellt.

Danach wurden die meisten ehemaligen Triebwagen außer Betrieb genommen und abgebrochen. Verwertbare Teile wurden anschließend für die Züge von Mat '64 eingelagert. Zwei Triebwagen (mP 3027 und mP 3030) blieben als Laufwagen für verschiedene leichte Verbindungen und für Übungsfahrten im Einsatz.

Vier Triebwagen (mP 3024, mP 3029, mP 3033 und mP 3034) wurden zu Messwagen für ERTMS umgebaut. Nach diesen von Railion und ProRail in Auftrag gegebenen Messungen wurden mP 3024 und mP 3029 an Eurailscout übergeben. Der mP 3024 wurde zum Messwagen „mP Jim“ umgebaut, und mP 3029 diente als Ersatzteilspender. Die Triebwagen 3027, 3030, 3033 und 3034 wurden 2009 verschrottet. Der mP 3029 wurde Ende 2019 von der Stichting 2454 CREW übernommen.

Museale Erhaltung:
Der Triebwagen (mP 3031) wurde der Sammlung des Niederländischen Eisenbahnmuseums in Utrecht hinzugefügt. Er wurde in der Farbe Rotbraun neu lackiert, die er bei seiner Auslieferung hatte. Der Postwagen Hbbkkss 242 2 043 ist ebenfalls Teil der Sammlung.

Die Stadskanaal Rail Foundation in Stadskanaal besaß den Postwagen Hbbkkss 242 2 019. Dieser Wagen wurde 2023 an die 2454 CREW Foundation übergeben. Nachdem mP 3029 Ende 2019 von der 2454 CREW Foundation erworben wurde, wurde er im ehemaligen Lokschuppen in Roosendaal restauriert. Er wurde in der rot-gelben PTT-Lackierung der 1990er Jahre, mit Beschriftung und ohne NS-Logos, wieder fahrbereit gemacht und am 16. Februar 2021 an das SSN-Gelände geliefert. Er kann besichtigt werden.

Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften, Wikipedia (Niederlande) 
Stand/Überarbeitung: September 2025

Der Posttriebwagen/Motorpost mP 3031 (Plan mP Serie 3000), ein speziell für den Posttransport konzipierter Elektrotriebwagen, am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan. Ein sehr schönes Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt.

Der elektrische Posttriebwagen/Motorpostwagen der Baureihe mP 3001–3035 wurde 1966 von Werkspoor N.V. in Utrecht gebaut und an die PTT (Staatsbedrijf der Posterijen, Telegrafie en Telefonie / niederländische Post) geliefert und bei der NS - Nederlandse Spoorwegen (Niederländischen Staatsbahnen) eingestellt.

Vorgeschichte:
Ab 1956 wurden 25 Mat '24 Elektotriebwagen - "Blokkendozen" (Kastendose) aus den Jahren 1926–1930, die zuvor im Personenverkehr eingesetzt worden waren, versuchsweise zu Motorpostwagen der Serie mP 9200 umgebaut. Dadurch sollten die durch den Posttransport verursachten Störungen im Personenverkehr reduziert werden. Nach dem erfolgreichen Versuch wurde 1963 die Anschaffung neuer Motorpostwagen beschlossen. In den Jahren 1965 und 1966 trafen 35 ein, die als Baureihe Plan mP Serie 3000 (PTT mP 3001–3035) eingereiht wurden.

Sie boten eine Grundfläche von 41 m² und eine Ladekapazität von 15 Tonnen. Auf beiden Seiten waren drei große Schiebetüren zum Be- und Entladen der Rollbehälter mit Postsäcken angebracht. Es gab auch einen kleinen Sortierbereich. Die Anhängelast der Motorwagen reichte aus, um 200 Tonnen zu ziehen. So konnten sie vier beladene Postwagen oder acht Güterwagen ziehen. Die Hauptfarbe war Braun, wie die Farbe der Güterwagen. 1975 wurde ein größerer Teil der Front gelb lackiert.

Im Jahr 1978 wurden 60 speziellen Postgüterwagen der Nummern 2422 000–063 der Gattung Hbbkkss angeschafft um den Postverkehr völlig unabhängig vom Personenverkehr abwickeln zu können. Sie waren jedoch nicht braun, sondern rot lackiert. Die gezogenen und stromlinienförmigen Postwagen wurden ausgemustert. Das Museum besitzt auch den P 7920 bzw. den stromlinienförmigen P 8502. Ab 1982 wurden die Motorpostwagen in PTT-Rot lackiert, um besser zu den ebenfalls roten Postwagen zu passen.

Die Motorpostwagen wurden im Auftrag der PTT durch die NS (Niederländische Eisenbahn) gewartet und von Lokführer der NS gefahren.

Technik:
Die Triebwagen sind 26.400 m lang, 2.760 m breit und 3.800 m über den Schienen hoch. Das Gesamtgewicht beträgt 55 Tonnen. Dank der vier Achsen beträgt die Achslast 13,75 Tonnen. Jede Achse ist mit einem Fahrmotor vom Typ Smit-Heemaf ausgestattet. Jeder Motor hat eine Leistung von 138 kW (188 PS). Die Gesamtleistung des Triebwagens beträgt so 552 kW (752 PS). Dies entspricht dem Antriebssystem eines Triebwagens der Baureihe Plan V. Daher verfügen die Triebwagen über eine sehr hohe Beschleunigung. Ein leerer Triebwagen beschleunigt in 55 Sekunden auf 125 km/h. Die höchstzulässige Geschwindigkeit betrug 140 km/h. Die Triebwagen sind mit zwei Westinghouse-Kompressoren mit einer Kapazität von 280 l/min ausgestattet. Auf dem Dach sind zwei Faiveley AM 30-Stromabnehmer mit Doppelschleifstücken montiert. Die Achsfolge ist Bo'Bo'.

Aufbau:
Der Führerstandaufbau ist nahezu identisch mit dem der Triebwagen der Baureihen V und T. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sich neben der rechten Führerstandstür ein zusätzlicher Rangierführerstand befindet. In Führerstand I befindet sich mittig an der Rückwand eine Tür zum Zugführerabteil. In Führerstand II bietet diese Tür Zugang zum großen Ladebereich mit vier Ladetüren auf jeder Seite. Auch das Zugführerabteil ist vom Ladebereich aus zugänglich. Auch eine Toilette ist im Triebwagen vorhanden.

Die Motoren sind in einer Aufhängung montiert. Der Fahrmotor ist einseitig rollengelagert auf der Achse gelagert. Die Motorachse wird von einem Ritzel angetrieben, das mit einem festen Zahnrad auf der Radachse kämmt. Durch die Verwendung von Rollenlagern anstelle von Gleitlagern konnte die Anzahl überhitzter Lagerstellem erheblich reduziert werden. Der Triebwagen ist für eine Geschwindigkeit von 140 km/h ausgelegt. Unter dem Waggon befinden sich zwei Kompressoren. Diese können 280 Liter Luft pro Minute liefern. Diese Luft wird für die elektropneumatischen Bremsen und verschiedene elektropneumatische Geräte verwendet. Zur Stromversorgung des Steuerkreises und der Beleuchtung ist unter dem Waggon ein Heemaf-Motorgenerator installiert. Dieser wandelt die 1.500 Volt Oberleitungsspannung in 100 Volt für den Steuerkreis und 145 Volt für die Beleuchtung um. Der Motorgenerator hat eine Leistung von 5 kW. Die Schaltschränke und Relaiskästen befinden sich unter dem Waggon. An die Motorwagen können maximal drei beladene Postwagen gekuppelt werden. Die Drehgestelle basieren auf denen der Pläne T und V, haben jedoch einen um 250 mm größeren Radstand von 3.000 mm.

Im Gegensatz zum den Mat '64 mit ihren Scharfenberg-Kupplungen, verfügen die mP 3000 über konventionelle Schraubenkupplungen und Puffer, die das Ankuppeln an Postwagen der Baureihen Plan C, Plan E und Plan L sowie an Güterwagen ermöglichten. Bis zu drei mPs konnten in Mehrfachtraktion gefahren werden. Die Postmotorwagen waren zunächst wie die alten Blokkendoos-Motorwagen rotbraun lackiert.

TECHNISCHE DATEN:
Gebaute Anzahl: 35
Nummerierung: mP 3001 bis 3035
Eigentümer/Betreiber: PTT / NS
Hersteller: Werkspoor N.V., Utrecht
Baujahre: 1965/66
Ausmusterung: 1995 bis 2008
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: Bo'Bo'
Länge über Kupplung: 26.400 mm
Breite: 2.760 mm
Höhe über SO: 3.800 mm
Drehzapfenabstand: 18.350 mm
Achsabstand im Drehgestell: 3.000 mm
Treibraddurchmesser: 950 mm (neu)
Leergewicht: 52 t
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h (im Plandienst 125 km/h)
Motorentyp: 4 Stück vom Typ Smit-Heemaf TM 671 á 138 kW (188 PS)
Stundenleistung: 552 kW (752 PS)
Dauerleistung: 488 kW / (663 PS)
Stromsystem: 1,5 kV Gleichstrom
Stromabnehmer: 2 Stück Faiveley Typ AM 30
Anzahl der Sitzplätze: 2
Max. Zuladung: 15 t (Post)

Der niederländische Postverkehr:
Gleichzeitig mit dem Ausbau des Autopostnetzes entstand auch das sogenannte Sternnetz. Utrecht diente als Knotenpunkt für alle Post-Züge der elf verschiedenen PTT-Versandstellen. Die Einrichtung dieser Knotenpunkte ermöglichte eine bessere Konzentration des Postverkehrs. Täglich fuhren Postzüge von Amsterdam, Haarlem, Zwolle, Leeuwarden, Groningen, Arnheim, ’s-Hertogenbosch, Den Haag, Roosendaal, Rotterdam und Sittard nach Utrecht, um dort in einen Postzug mit neuem Ziel umgeladen zu werden oder Rollcontainer mit Post in Säcken oder Paketen auszutauschen. Ziel war es, möglichst wenige Container umzuladen. Zusätzlich zum Sternnetz gab es das sogenannte Randstad-Netz zwischen Rotterdam, Den Haag, Haarlem und Amsterdam. Pro Tag fanden insgesamt fünf Umläufe statt, einer morgens, einer nachmittags, zwei abends und der letzte nachts. Auch samstags und sonntags nachts fanden Umläufe statt. Lkw´s lieferten die Post zu und von den Versandzentren. Auch Deventer und Eindhoven verfügten über ein kleines Versandzentrum, das jedoch optional betrieben wurde.

Die meisten Poststationen befanden sich in der Nähe der Hauptbahnhöfe der genannten Städte und waren mit einem Sortierzentrum und manchmal sogar einem Postamt ausgestattet.

Einstellung des Postverkehrs per Bahn:
1992 wurde der erste PTT Motorpost Triebwagen an die Niederländische Eisenbahn (NS) übergeben. Der mP 3032 wurde zu einem ATB-Messwagen umgebaut und ersetzte den Messwagen „Jules“, der aus Mat '24 umgebaut worden war. Der mP 3032 erhielt den Spitznamen „mP Jules“. Später wurde das Messunternehmen aus der NS ausgegliedert und der Messwagen an Eurailscout übergeben.

1995 erwarb die NS erneut mehrere Triebwagen von der Niederländischen Post (PTT). Diese dienten dem Transport von Material und Ausrüstung zwischen den verschiedenen Werkstätten. Ab Mai 1997 wurde der gesamte Postverkehr per Bahn in den Niederlanden eingestellt. Die letzten überzähligen Triebwagen wurden daraufhin an NS Cargo verkauft. Auch diese ehemaligen Triebwagen wurden hauptsächlich für den Transport zwischen den Werkstätten und einigen anderen leichten Güterzügen eingesetzt. Geplant war außerdem der Transport von Blumen zwischen Groningen und Hoofddorp. Diese Pläne wurden nie umgesetzt, und der Transport zwischen den Werkstätten über ein eigens dafür konzipiertes Sternnetz wurde bald eingestellt.

Danach wurden die meisten ehemaligen Triebwagen außer Betrieb genommen und abgebrochen. Verwertbare Teile wurden anschließend für die Züge von Mat '64 eingelagert. Zwei Triebwagen (mP 3027 und mP 3030) blieben als Laufwagen für verschiedene leichte Verbindungen und für Übungsfahrten im Einsatz.

Vier Triebwagen (mP 3024, mP 3029, mP 3033 und mP 3034) wurden zu Messwagen für ERTMS umgebaut. Nach diesen von Railion und ProRail in Auftrag gegebenen Messungen wurden mP 3024 und mP 3029 an Eurailscout übergeben. Der mP 3024 wurde zum Messwagen „mP Jim“ umgebaut, und mP 3029 diente als Ersatzteilspender. Die Triebwagen 3027, 3030, 3033 und 3034 wurden 2009 verschrottet. Der mP 3029 wurde Ende 2019 von der Stichting 2454 CREW übernommen.

Museale Erhaltung:
Der Triebwagen (mP 3031) wurde der Sammlung des Niederländischen Eisenbahnmuseums in Utrecht hinzugefügt. Er wurde in der Farbe Rotbraun neu lackiert, die er bei seiner Auslieferung hatte. Der Postwagen Hbbkkss 242 2 043 ist ebenfalls Teil der Sammlung.

Die Stadskanaal Rail Foundation in Stadskanaal besaß den Postwagen Hbbkkss 242 2 019. Dieser Wagen wurde 2023 an die 2454 CREW Foundation übergeben. Nachdem mP 3029 Ende 2019 von der 2454 CREW Foundation erworben wurde, wurde er im ehemaligen Lokschuppen in Roosendaal restauriert. Er wurde in der rot-gelben PTT-Lackierung der 1990er Jahre, mit Beschriftung und ohne NS-Logos, wieder fahrbereit gemacht und am 16. Februar 2021 an das SSN-Gelände geliefert. Er kann besichtigt werden.

Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften, Wikipedia (Niederlande)
Stand/Überarbeitung: September 2025

Armin Schwarz 24.09.2025, 253 Aufrufe, 0 Kommentare

EXIF: Canon Canon EOS 6D, Belichtungsdauer: 1/125, Blende: 10/1, ISO250, Brennweite: 28/1

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Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 29 April 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Der dreiteilige Zug vom Typ Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums besteht aus BD 9107, C 8553 und C 8104.

Hier der Mittelwagen C 8553:
Bei dem Wagen C 8553 handelt es sich somit nicht um einen Triebwagen, sondern um einen Mittelwagen. Dieser Wagen wurde 1931 von NV Werkspoor in Zuilen gebaut. 

Der Wagen ist in vier Abteile unterteilt. Jedes Abteil ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, sodass insgesamt 88 Plätze für Fahrgäste zur Verfügung stehen. Im gesamten Wagen war das Rauchen gestattet. Die zwei Toiletten befinden sich in der Wagenmitte, und ein Mittelgang erstreckt sich über die gesamte Länge des Wagens. Die Abteile sind durch Trennwände voneinander separiert und lassen sich mittels Schiebetüren abschließen. An der Seitenwand befinden sich neun Fenster, zu deren Öffnung wurde ein Gewichtsausgleichsmechanismus mit Zugfeder verwendet. Im Innenraum sind die sichtbaren Wandflächen in Teakholz ausgeführt. Die Wagen Cec 8537 bis Cec 8555 wurden, im Gegensatz zu den übrigen Wagen, die über Holzdächer verfügten, mit Stahldächern ausgeliefert.

Die Sitzbänke bestehen aus Holz und sind in einer 3+2-Anordnung aufgestellt. Zur Beheizung des Wagens dient eine elektrische Heizung. Ab 1938 wurden die Holzbänke durch bequeme Sitze mit graugrünem Kunstlederbezug ersetzt.

Die Übergangsfaltenbälge deutscher Bauart wurden durch ungarischer Bauart ersetzt, und die Schwanenhals-Drehgestelle waren gegen neu entwickelte Einheiten mit einem unter den Achslagern verlaufenden Rahmenjoch ausgetauscht worden. Im Innenraum waren die Trennwände hinter den Sitzen höher und die Gepäcknetze größer ausgeführt, wobei die ursprünglichen Netze durch Drahtgeflecht ersetzt wurden. Die Innenverkleidung bestand, selbst in der dritten Klasse, nun aus Teakholz mit Birkenholzpaneelen. Der Mittelwagen C 8553 (Cec) war ein solcher Wagen, der für den elektrischen Betrieb zwischen Amsterdam und Alkmaar konstruiert worden war. Er gehörte zu einer Serie baugleicher Wagen mit den Nummern C 8538 bis C 8555. 

Während des Zweiten Weltkriegs, in den Jahren 1944/45, wurde der C 8553 nach Deutschland überführt. Er kehrte 1945 in relativ gutem Zustand zurück. Nach einer Aufarbeitung wurde er 1946 wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der Indienststellung modernerer Fahrzeuge wurden einige der wirtschaftlich überholten „Blokkendoos“-Einheiten zu Reisezugwagen für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven umgebaut. Der C 8553 (Cec) wurde in B 5712 (B) umgezeichnet, wobei der Innenraum unverändert blieb. Im Jahr 1956 wurde die bisherige erste Klasse abgeschafft, infolgedessen wurde die alte zweite Klasse zur ersten Klasse und die alte dritte Klasse zur zweiten Klasse nach „neuem Standard“. 

Die NV Koninklijke Hoogovens en Staalfabrieken (KNHS) erwarb den Wagen 1973 und setzte ihn – unter der Nummer 76104 – in ihrem dampfgeführten Ausflugszug ein. Im Jahr 1986 standen die Wagen des Ausflugszugs vor einer umfassenden Aufarbeitung, eine Aufgabe, der sich der Hoogovens-Dampfzugverein nicht gewachsen sah. Der aus fünf „Blokkendoos“-Wagen bestehende Ausflugszug wurde daraufhin dem Eisenbahnmuseum gestiftet. Ein Wagen ging an die Museumsbahn „Stoomtrein Goes - Borsele“; zwei wurden verschrottet, um Ersatzteile für den betriebsfähigen „Mat '24“-Zug des Museums sowie für die Lokomotive C 9002 „Jaap“ zu liefern, der vierte Wagen wurde an der Baustelle des Willemsspoor-Tunnels in Rotterdam als Restaurant aufgestellt, und der fünfte wurde in den Jahren 1993/1994 für das Eisenbahnmuseum zum elektrischen Zwischenwagen C 8553 (Cecr) umgebaut. Zudem wurde er mit einem Bewirtungsbereich und einer Küche ausgestattet. Dieser Wagen, der über eine Bar verfügt, erfreut sich bei Fahrten mit dem betriebsfähigen dreiteiligen „Mat '24“-Zug großer Beliebtheit beim Publikum. Im November 2011 wurden der BD 9107 und der Barwagen C 8553 zur Aufarbeitung der Fahrwerke in das NedTrain-Werk in Haarlem überführt. Die eigentliche Überholung der Drehgestelle erfolgte bei der Firma Reussling in Hattingen (Deutschland), wo unter anderem sämtliche Tragfedern ausgetauscht wurden. Im Dezember 2012 erhielt der gesamte Zug nach einer erfolgreichen Probefahrt im öffentlichen Schienennetz die erneute Betriebszulassung. Der „Blokkendoos“-Zug ist derzeit aufgrund umfangreicher Instandhaltungsarbeiten außer Betrieb.

TECHNISCHE DATEN:
Hersteller:Werkspoor NV, Zuilen
Baujahr:1931
Typ:Cecr / type 14 / serie C 8537 - 8555 (Cec)
Historischen Nummer: ab 1931 - C 8553 / ab 1959 - B 5712 / ab 1973 – KNHS 76104 / seit 1994 - C 8553
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: 2' 2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen)
Eigengewicht: 40t
Länge über die Puffer:19.800 mm
Drehzapfenabstand: 13.000 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung)

Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften und Wikipedia (Niederlande)
Stand/Überarbeitung: Juli 2026
Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 29 April 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Der dreiteilige Zug vom Typ Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums besteht aus BD 9107, C 8553 und C 8104. Hier der Mittelwagen C 8553: Bei dem Wagen C 8553 handelt es sich somit nicht um einen Triebwagen, sondern um einen Mittelwagen. Dieser Wagen wurde 1931 von NV Werkspoor in Zuilen gebaut. Der Wagen ist in vier Abteile unterteilt. Jedes Abteil ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, sodass insgesamt 88 Plätze für Fahrgäste zur Verfügung stehen. Im gesamten Wagen war das Rauchen gestattet. Die zwei Toiletten befinden sich in der Wagenmitte, und ein Mittelgang erstreckt sich über die gesamte Länge des Wagens. Die Abteile sind durch Trennwände voneinander separiert und lassen sich mittels Schiebetüren abschließen. An der Seitenwand befinden sich neun Fenster, zu deren Öffnung wurde ein Gewichtsausgleichsmechanismus mit Zugfeder verwendet. Im Innenraum sind die sichtbaren Wandflächen in Teakholz ausgeführt. Die Wagen Cec 8537 bis Cec 8555 wurden, im Gegensatz zu den übrigen Wagen, die über Holzdächer verfügten, mit Stahldächern ausgeliefert. Die Sitzbänke bestehen aus Holz und sind in einer 3+2-Anordnung aufgestellt. Zur Beheizung des Wagens dient eine elektrische Heizung. Ab 1938 wurden die Holzbänke durch bequeme Sitze mit graugrünem Kunstlederbezug ersetzt. Die Übergangsfaltenbälge deutscher Bauart wurden durch ungarischer Bauart ersetzt, und die Schwanenhals-Drehgestelle waren gegen neu entwickelte Einheiten mit einem unter den Achslagern verlaufenden Rahmenjoch ausgetauscht worden. Im Innenraum waren die Trennwände hinter den Sitzen höher und die Gepäcknetze größer ausgeführt, wobei die ursprünglichen Netze durch Drahtgeflecht ersetzt wurden. Die Innenverkleidung bestand, selbst in der dritten Klasse, nun aus Teakholz mit Birkenholzpaneelen. Der Mittelwagen C 8553 (Cec) war ein solcher Wagen, der für den elektrischen Betrieb zwischen Amsterdam und Alkmaar konstruiert worden war. Er gehörte zu einer Serie baugleicher Wagen mit den Nummern C 8538 bis C 8555. Während des Zweiten Weltkriegs, in den Jahren 1944/45, wurde der C 8553 nach Deutschland überführt. Er kehrte 1945 in relativ gutem Zustand zurück. Nach einer Aufarbeitung wurde er 1946 wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der Indienststellung modernerer Fahrzeuge wurden einige der wirtschaftlich überholten „Blokkendoos“-Einheiten zu Reisezugwagen für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven umgebaut. Der C 8553 (Cec) wurde in B 5712 (B) umgezeichnet, wobei der Innenraum unverändert blieb. Im Jahr 1956 wurde die bisherige erste Klasse abgeschafft, infolgedessen wurde die alte zweite Klasse zur ersten Klasse und die alte dritte Klasse zur zweiten Klasse nach „neuem Standard“. Die NV Koninklijke Hoogovens en Staalfabrieken (KNHS) erwarb den Wagen 1973 und setzte ihn – unter der Nummer 76104 – in ihrem dampfgeführten Ausflugszug ein. Im Jahr 1986 standen die Wagen des Ausflugszugs vor einer umfassenden Aufarbeitung, eine Aufgabe, der sich der Hoogovens-Dampfzugverein nicht gewachsen sah. Der aus fünf „Blokkendoos“-Wagen bestehende Ausflugszug wurde daraufhin dem Eisenbahnmuseum gestiftet. Ein Wagen ging an die Museumsbahn „Stoomtrein Goes - Borsele“; zwei wurden verschrottet, um Ersatzteile für den betriebsfähigen „Mat '24“-Zug des Museums sowie für die Lokomotive C 9002 „Jaap“ zu liefern, der vierte Wagen wurde an der Baustelle des Willemsspoor-Tunnels in Rotterdam als Restaurant aufgestellt, und der fünfte wurde in den Jahren 1993/1994 für das Eisenbahnmuseum zum elektrischen Zwischenwagen C 8553 (Cecr) umgebaut. Zudem wurde er mit einem Bewirtungsbereich und einer Küche ausgestattet. Dieser Wagen, der über eine Bar verfügt, erfreut sich bei Fahrten mit dem betriebsfähigen dreiteiligen „Mat '24“-Zug großer Beliebtheit beim Publikum. Im November 2011 wurden der BD 9107 und der Barwagen C 8553 zur Aufarbeitung der Fahrwerke in das NedTrain-Werk in Haarlem überführt. Die eigentliche Überholung der Drehgestelle erfolgte bei der Firma Reussling in Hattingen (Deutschland), wo unter anderem sämtliche Tragfedern ausgetauscht wurden. Im Dezember 2012 erhielt der gesamte Zug nach einer erfolgreichen Probefahrt im öffentlichen Schienennetz die erneute Betriebszulassung. Der „Blokkendoos“-Zug ist derzeit aufgrund umfangreicher Instandhaltungsarbeiten außer Betrieb. TECHNISCHE DATEN: Hersteller:Werkspoor NV, Zuilen Baujahr:1931 Typ:Cecr / type 14 / serie C 8537 - 8555 (Cec) Historischen Nummer: ab 1931 - C 8553 / ab 1959 - B 5712 / ab 1973 – KNHS 76104 / seit 1994 - C 8553 Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsfolge: 2' 2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen) Eigengewicht: 40t Länge über die Puffer:19.800 mm Drehzapfenabstand: 13.000 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung) Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften und Wikipedia (Niederlande) Stand/Überarbeitung: Juli 2026
Armin Schwarz

Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Der dreiteilige Zug vom Typ Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums besteht aus BD 9107, C 8553 und C 8104.

Hier der Mittelwagen C 8553:
Bei dem Wagen C 8553 handelt es sich somit nicht um einen Triebwagen, sondern um einen Mittelwagen. Dieser Wagen wurde 1931 von NV Werkspoor in Zuilen gebaut. 

Der Wagen ist in vier Abteile unterteilt. Jedes Abteil ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, sodass insgesamt 88 Plätze für Fahrgäste zur Verfügung stehen. Im gesamten Wagen war das Rauchen gestattet. Die zwei Toiletten befinden sich in der Wagenmitte, und ein Mittelgang erstreckt sich über die gesamte Länge des Wagens. Die Abteile sind durch Trennwände voneinander separiert und lassen sich mittels Schiebetüren abschließen. An der Seitenwand befinden sich neun Fenster, zu deren Öffnung wurde ein Gewichtsausgleichsmechanismus mit Zugfeder verwendet. Im Innenraum sind die sichtbaren Wandflächen in Teakholz ausgeführt. Die Wagen Cec 8537 bis Cec 8555 wurden, im Gegensatz zu den übrigen Wagen, die über Holzdächer verfügten, mit Stahldächern ausgeliefert.

Die Sitzbänke bestehen aus Holz und sind in einer 3+2-Anordnung aufgestellt. Zur Beheizung des Wagens dient eine elektrische Heizung. Ab 1938 wurden die Holzbänke durch bequeme Sitze mit graugrünem Kunstlederbezug ersetzt.

Die Übergangsfaltenbälge deutscher Bauart wurden durch ungarischer Bauart ersetzt, und die Schwanenhals-Drehgestelle waren gegen neu entwickelte Einheiten mit einem unter den Achslagern verlaufenden Rahmenjoch ausgetauscht worden. Im Innenraum waren die Trennwände hinter den Sitzen höher und die Gepäcknetze größer ausgeführt, wobei die ursprünglichen Netze durch Drahtgeflecht ersetzt wurden. Die Innenverkleidung bestand, selbst in der dritten Klasse, nun aus Teakholz mit Birkenholzpaneelen. Der Mittelwagen C 8553 (Cec) war ein solcher Wagen, der für den elektrischen Betrieb zwischen Amsterdam und Alkmaar konstruiert worden war. Er gehörte zu einer Serie baugleicher Wagen mit den Nummern C 8538 bis C 8555. 

Während des Zweiten Weltkriegs, in den Jahren 1944/45, wurde der C 8553 nach Deutschland überführt. Er kehrte 1945 in relativ gutem Zustand zurück. Nach einer Aufarbeitung wurde er 1946 wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der Indienststellung modernerer Fahrzeuge wurden einige der wirtschaftlich überholten „Blokkendoos“-Einheiten zu Reisezugwagen für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven umgebaut. Der C 8553 (Cec) wurde in B 5712 (B) umgezeichnet, wobei der Innenraum unverändert blieb. Im Jahr 1956 wurde die bisherige erste Klasse abgeschafft, infolgedessen wurde die alte zweite Klasse zur ersten Klasse und die alte dritte Klasse zur zweiten Klasse nach „neuem Standard“. 

Die NV Koninklijke Hoogovens en Staalfabrieken (KNHS) erwarb den Wagen 1973 und setzte ihn – unter der Nummer 76104 – in ihrem dampfgeführten Ausflugszug ein. Im Jahr 1986 standen die Wagen des Ausflugszugs vor einer umfassenden Aufarbeitung, eine Aufgabe, der sich der Hoogovens-Dampfzugverein nicht gewachsen sah. Der aus fünf „Blokkendoos“-Wagen bestehende Ausflugszug wurde daraufhin dem Eisenbahnmuseum gestiftet. Ein Wagen ging an die Museumsbahn „Stoomtrein Goes - Borsele“; zwei wurden verschrottet, um Ersatzteile für den betriebsfähigen „Mat '24“-Zug des Museums sowie für die Lokomotive C 9002 „Jaap“ zu liefern, der vierte Wagen wurde an der Baustelle des Willemsspoor-Tunnels in Rotterdam als Restaurant aufgestellt, und der fünfte wurde in den Jahren 1993/1994 für das Eisenbahnmuseum zum elektrischen Zwischenwagen C 8553 (Cecr) umgebaut. Zudem wurde er mit einem Bewirtungsbereich und einer Küche ausgestattet. Dieser Wagen, der über eine Bar verfügt, erfreut sich bei Fahrten mit dem betriebsfähigen dreiteiligen „Mat '24“-Zug großer Beliebtheit beim Publikum. Im November 2011 wurden der BD 9107 und der Barwagen C 8553 zur Aufarbeitung der Fahrwerke in das NedTrain-Werk in Haarlem überführt. Die eigentliche Überholung der Drehgestelle erfolgte bei der Firma Reussling in Hattingen (Deutschland), wo unter anderem sämtliche Tragfedern ausgetauscht wurden. Im Dezember 2012 erhielt der gesamte Zug nach einer erfolgreichen Probefahrt im öffentlichen Schienennetz die erneute Betriebszulassung. Der „Blokkendoos“-Zug ist derzeit aufgrund umfangreicher Instandhaltungsarbeiten außer Betrieb.

TECHNISCHE DATEN:
Hersteller:	Werkspoor NV, Zuilen
Baujahr:1931
Typ:	Cecr / type 14 / serie C 8537 - 8555 (Cec)
Historischen Nummer:	ab 1931 - C 8553 / ab 1959 - B 5712 / ab 1973 – KNHS 76104 / seit 1994 - C 8553
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge:2' 2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen)
Eigengewicht: 40t
Länge über die Puffer:	19.800 mm
Drehzapfenabstand: 13.000 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung)

Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften und Wikipedia (Niederlande)
Stand/Überarbeitung: Juli 2026
Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Der dreiteilige Zug vom Typ Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums besteht aus BD 9107, C 8553 und C 8104. Hier der Mittelwagen C 8553: Bei dem Wagen C 8553 handelt es sich somit nicht um einen Triebwagen, sondern um einen Mittelwagen. Dieser Wagen wurde 1931 von NV Werkspoor in Zuilen gebaut. Der Wagen ist in vier Abteile unterteilt. Jedes Abteil ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, sodass insgesamt 88 Plätze für Fahrgäste zur Verfügung stehen. Im gesamten Wagen war das Rauchen gestattet. Die zwei Toiletten befinden sich in der Wagenmitte, und ein Mittelgang erstreckt sich über die gesamte Länge des Wagens. Die Abteile sind durch Trennwände voneinander separiert und lassen sich mittels Schiebetüren abschließen. An der Seitenwand befinden sich neun Fenster, zu deren Öffnung wurde ein Gewichtsausgleichsmechanismus mit Zugfeder verwendet. Im Innenraum sind die sichtbaren Wandflächen in Teakholz ausgeführt. Die Wagen Cec 8537 bis Cec 8555 wurden, im Gegensatz zu den übrigen Wagen, die über Holzdächer verfügten, mit Stahldächern ausgeliefert. Die Sitzbänke bestehen aus Holz und sind in einer 3+2-Anordnung aufgestellt. Zur Beheizung des Wagens dient eine elektrische Heizung. Ab 1938 wurden die Holzbänke durch bequeme Sitze mit graugrünem Kunstlederbezug ersetzt. Die Übergangsfaltenbälge deutscher Bauart wurden durch ungarischer Bauart ersetzt, und die Schwanenhals-Drehgestelle waren gegen neu entwickelte Einheiten mit einem unter den Achslagern verlaufenden Rahmenjoch ausgetauscht worden. Im Innenraum waren die Trennwände hinter den Sitzen höher und die Gepäcknetze größer ausgeführt, wobei die ursprünglichen Netze durch Drahtgeflecht ersetzt wurden. Die Innenverkleidung bestand, selbst in der dritten Klasse, nun aus Teakholz mit Birkenholzpaneelen. Der Mittelwagen C 8553 (Cec) war ein solcher Wagen, der für den elektrischen Betrieb zwischen Amsterdam und Alkmaar konstruiert worden war. Er gehörte zu einer Serie baugleicher Wagen mit den Nummern C 8538 bis C 8555. Während des Zweiten Weltkriegs, in den Jahren 1944/45, wurde der C 8553 nach Deutschland überführt. Er kehrte 1945 in relativ gutem Zustand zurück. Nach einer Aufarbeitung wurde er 1946 wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der Indienststellung modernerer Fahrzeuge wurden einige der wirtschaftlich überholten „Blokkendoos“-Einheiten zu Reisezugwagen für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven umgebaut. Der C 8553 (Cec) wurde in B 5712 (B) umgezeichnet, wobei der Innenraum unverändert blieb. Im Jahr 1956 wurde die bisherige erste Klasse abgeschafft, infolgedessen wurde die alte zweite Klasse zur ersten Klasse und die alte dritte Klasse zur zweiten Klasse nach „neuem Standard“. Die NV Koninklijke Hoogovens en Staalfabrieken (KNHS) erwarb den Wagen 1973 und setzte ihn – unter der Nummer 76104 – in ihrem dampfgeführten Ausflugszug ein. Im Jahr 1986 standen die Wagen des Ausflugszugs vor einer umfassenden Aufarbeitung, eine Aufgabe, der sich der Hoogovens-Dampfzugverein nicht gewachsen sah. Der aus fünf „Blokkendoos“-Wagen bestehende Ausflugszug wurde daraufhin dem Eisenbahnmuseum gestiftet. Ein Wagen ging an die Museumsbahn „Stoomtrein Goes - Borsele“; zwei wurden verschrottet, um Ersatzteile für den betriebsfähigen „Mat '24“-Zug des Museums sowie für die Lokomotive C 9002 „Jaap“ zu liefern, der vierte Wagen wurde an der Baustelle des Willemsspoor-Tunnels in Rotterdam als Restaurant aufgestellt, und der fünfte wurde in den Jahren 1993/1994 für das Eisenbahnmuseum zum elektrischen Zwischenwagen C 8553 (Cecr) umgebaut. Zudem wurde er mit einem Bewirtungsbereich und einer Küche ausgestattet. Dieser Wagen, der über eine Bar verfügt, erfreut sich bei Fahrten mit dem betriebsfähigen dreiteiligen „Mat '24“-Zug großer Beliebtheit beim Publikum. Im November 2011 wurden der BD 9107 und der Barwagen C 8553 zur Aufarbeitung der Fahrwerke in das NedTrain-Werk in Haarlem überführt. Die eigentliche Überholung der Drehgestelle erfolgte bei der Firma Reussling in Hattingen (Deutschland), wo unter anderem sämtliche Tragfedern ausgetauscht wurden. Im Dezember 2012 erhielt der gesamte Zug nach einer erfolgreichen Probefahrt im öffentlichen Schienennetz die erneute Betriebszulassung. Der „Blokkendoos“-Zug ist derzeit aufgrund umfangreicher Instandhaltungsarbeiten außer Betrieb. TECHNISCHE DATEN: Hersteller: Werkspoor NV, Zuilen Baujahr:1931 Typ: Cecr / type 14 / serie C 8537 - 8555 (Cec) Historischen Nummer: ab 1931 - C 8553 / ab 1959 - B 5712 / ab 1973 – KNHS 76104 / seit 1994 - C 8553 Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsfolge:2' 2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen) Eigengewicht: 40t Länge über die Puffer: 19.800 mm Drehzapfenabstand: 13.000 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung) Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften und Wikipedia (Niederlande) Stand/Überarbeitung: Juli 2026
Armin Schwarz

Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Der dreiteilige Zug vom Typ Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums besteht aus BD 9107, C 8553 und C 8104.

Hier der Mittelwagen C 8553:
Bei dem Wagen C 8553 handelt es sich somit nicht um einen Triebwagen, sondern um einen Mittelwagen. Dieser Wagen wurde 1931 von NV Werkspoor in Zuilen gebaut. 

Der Wagen ist in vier Abteile unterteilt. Jedes Abteil ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, sodass insgesamt 88 Plätze für Fahrgäste zur Verfügung stehen. Im gesamten Wagen war das Rauchen gestattet. Die zwei Toiletten befinden sich in der Wagenmitte, und ein Mittelgang erstreckt sich über die gesamte Länge des Wagens. Die Abteile sind durch Trennwände voneinander separiert und lassen sich mittels Schiebetüren abschließen. An der Seitenwand befinden sich neun Fenster, zu deren Öffnung wurde ein Gewichtsausgleichsmechanismus mit Zugfeder verwendet. Im Innenraum sind die sichtbaren Wandflächen in Teakholz ausgeführt. Die Wagen Cec 8537 bis Cec 8555 wurden, im Gegensatz zu den übrigen Wagen, die über Holzdächer verfügten, mit Stahldächern ausgeliefert.

Die Sitzbänke bestehen aus Holz und sind in einer 3+2-Anordnung aufgestellt. Zur Beheizung des Wagens dient eine elektrische Heizung. Ab 1938 wurden die Holzbänke durch bequeme Sitze mit graugrünem Kunstlederbezug ersetzt.

Die Übergangsfaltenbälge deutscher Bauart wurden durch ungarischer Bauart ersetzt, und die Schwanenhals-Drehgestelle waren gegen neu entwickelte Einheiten mit einem unter den Achslagern verlaufenden Rahmenjoch ausgetauscht worden. Im Innenraum waren die Trennwände hinter den Sitzen höher und die Gepäcknetze größer ausgeführt, wobei die ursprünglichen Netze durch Drahtgeflecht ersetzt wurden. Die Innenverkleidung bestand, selbst in der dritten Klasse, nun aus Teakholz mit Birkenholzpaneelen. Der Mittelwagen C 8553 (Cec) war ein solcher Wagen, der für den elektrischen Betrieb zwischen Amsterdam und Alkmaar konstruiert worden war. Er gehörte zu einer Serie baugleicher Wagen mit den Nummern C 8538 bis C 8555. 

Während des Zweiten Weltkriegs, in den Jahren 1944/45, wurde der C 8553 nach Deutschland überführt. Er kehrte 1945 in relativ gutem Zustand zurück. Nach einer Aufarbeitung wurde er 1946 wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der Indienststellung modernerer Fahrzeuge wurden einige der wirtschaftlich überholten „Blokkendoos“-Einheiten zu Reisezugwagen für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven umgebaut. Der C 8553 (Cec) wurde in B 5712 (B) umgezeichnet, wobei der Innenraum unverändert blieb. Im Jahr 1956 wurde die bisherige erste Klasse abgeschafft, infolgedessen wurde die alte zweite Klasse zur ersten Klasse und die alte dritte Klasse zur zweiten Klasse nach „neuem Standard“. 

Die NV Koninklijke Hoogovens en Staalfabrieken (KNHS) erwarb den Wagen 1973 und setzte ihn – unter der Nummer 76104 – in ihrem dampfgeführten Ausflugszug ein. Im Jahr 1986 standen die Wagen des Ausflugszugs vor einer umfassenden Aufarbeitung, eine Aufgabe, der sich der Hoogovens-Dampfzugverein nicht gewachsen sah. Der aus fünf „Blokkendoos“-Wagen bestehende Ausflugszug wurde daraufhin dem Eisenbahnmuseum gestiftet. Ein Wagen ging an die Museumsbahn „Stoomtrein Goes - Borsele“; zwei wurden verschrottet, um Ersatzteile für den betriebsfähigen „Mat '24“-Zug des Museums sowie für die Lokomotive C 9002 „Jaap“ zu liefern, der vierte Wagen wurde an der Baustelle des Willemsspoor-Tunnels in Rotterdam als Restaurant aufgestellt, und der fünfte wurde in den Jahren 1993/1994 für das Eisenbahnmuseum zum elektrischen Zwischenwagen C 8553 (Cecr) umgebaut. Zudem wurde er mit einem Bewirtungsbereich und einer Küche ausgestattet. Dieser Wagen, der über eine Bar verfügt, erfreut sich bei Fahrten mit dem betriebsfähigen dreiteiligen „Mat '24“-Zug großer Beliebtheit beim Publikum. Im November 2011 wurden der BD 9107 und der Barwagen C 8553 zur Aufarbeitung der Fahrwerke in das NedTrain-Werk in Haarlem überführt. Die eigentliche Überholung der Drehgestelle erfolgte bei der Firma Reussling in Hattingen (Deutschland), wo unter anderem sämtliche Tragfedern ausgetauscht wurden. Im Dezember 2012 erhielt der gesamte Zug nach einer erfolgreichen Probefahrt im öffentlichen Schienennetz die erneute Betriebszulassung. Der „Blokkendoos“-Zug ist derzeit aufgrund umfangreicher Instandhaltungsarbeiten außer Betrieb.

TECHNISCHE DATEN:
Hersteller:	Werkspoor NV, Zuilen
Baujahr:1931
Typ:	Cecr / type 14 / serie C 8537 - 8555 (Cec)
Historischen Nummer:	ab 1931 - C 8553 / ab 1959 - B 5712 / ab 1973 – KNHS 76104 / seit 1994 - C 8553
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge:	2' 2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen)
Eigengewicht: 40t
Länge über die Puffer:	19.800 mm
Drehzapfenabstand: 13.000 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung)

Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften und Wikipedia (Niederlande)
Stand/Überarbeitung: Juli 2026
Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Der dreiteilige Zug vom Typ Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums besteht aus BD 9107, C 8553 und C 8104. Hier der Mittelwagen C 8553: Bei dem Wagen C 8553 handelt es sich somit nicht um einen Triebwagen, sondern um einen Mittelwagen. Dieser Wagen wurde 1931 von NV Werkspoor in Zuilen gebaut. Der Wagen ist in vier Abteile unterteilt. Jedes Abteil ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, sodass insgesamt 88 Plätze für Fahrgäste zur Verfügung stehen. Im gesamten Wagen war das Rauchen gestattet. Die zwei Toiletten befinden sich in der Wagenmitte, und ein Mittelgang erstreckt sich über die gesamte Länge des Wagens. Die Abteile sind durch Trennwände voneinander separiert und lassen sich mittels Schiebetüren abschließen. An der Seitenwand befinden sich neun Fenster, zu deren Öffnung wurde ein Gewichtsausgleichsmechanismus mit Zugfeder verwendet. Im Innenraum sind die sichtbaren Wandflächen in Teakholz ausgeführt. Die Wagen Cec 8537 bis Cec 8555 wurden, im Gegensatz zu den übrigen Wagen, die über Holzdächer verfügten, mit Stahldächern ausgeliefert. Die Sitzbänke bestehen aus Holz und sind in einer 3+2-Anordnung aufgestellt. Zur Beheizung des Wagens dient eine elektrische Heizung. Ab 1938 wurden die Holzbänke durch bequeme Sitze mit graugrünem Kunstlederbezug ersetzt. Die Übergangsfaltenbälge deutscher Bauart wurden durch ungarischer Bauart ersetzt, und die Schwanenhals-Drehgestelle waren gegen neu entwickelte Einheiten mit einem unter den Achslagern verlaufenden Rahmenjoch ausgetauscht worden. Im Innenraum waren die Trennwände hinter den Sitzen höher und die Gepäcknetze größer ausgeführt, wobei die ursprünglichen Netze durch Drahtgeflecht ersetzt wurden. Die Innenverkleidung bestand, selbst in der dritten Klasse, nun aus Teakholz mit Birkenholzpaneelen. Der Mittelwagen C 8553 (Cec) war ein solcher Wagen, der für den elektrischen Betrieb zwischen Amsterdam und Alkmaar konstruiert worden war. Er gehörte zu einer Serie baugleicher Wagen mit den Nummern C 8538 bis C 8555. Während des Zweiten Weltkriegs, in den Jahren 1944/45, wurde der C 8553 nach Deutschland überführt. Er kehrte 1945 in relativ gutem Zustand zurück. Nach einer Aufarbeitung wurde er 1946 wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der Indienststellung modernerer Fahrzeuge wurden einige der wirtschaftlich überholten „Blokkendoos“-Einheiten zu Reisezugwagen für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven umgebaut. Der C 8553 (Cec) wurde in B 5712 (B) umgezeichnet, wobei der Innenraum unverändert blieb. Im Jahr 1956 wurde die bisherige erste Klasse abgeschafft, infolgedessen wurde die alte zweite Klasse zur ersten Klasse und die alte dritte Klasse zur zweiten Klasse nach „neuem Standard“. Die NV Koninklijke Hoogovens en Staalfabrieken (KNHS) erwarb den Wagen 1973 und setzte ihn – unter der Nummer 76104 – in ihrem dampfgeführten Ausflugszug ein. Im Jahr 1986 standen die Wagen des Ausflugszugs vor einer umfassenden Aufarbeitung, eine Aufgabe, der sich der Hoogovens-Dampfzugverein nicht gewachsen sah. Der aus fünf „Blokkendoos“-Wagen bestehende Ausflugszug wurde daraufhin dem Eisenbahnmuseum gestiftet. Ein Wagen ging an die Museumsbahn „Stoomtrein Goes - Borsele“; zwei wurden verschrottet, um Ersatzteile für den betriebsfähigen „Mat '24“-Zug des Museums sowie für die Lokomotive C 9002 „Jaap“ zu liefern, der vierte Wagen wurde an der Baustelle des Willemsspoor-Tunnels in Rotterdam als Restaurant aufgestellt, und der fünfte wurde in den Jahren 1993/1994 für das Eisenbahnmuseum zum elektrischen Zwischenwagen C 8553 (Cecr) umgebaut. Zudem wurde er mit einem Bewirtungsbereich und einer Küche ausgestattet. Dieser Wagen, der über eine Bar verfügt, erfreut sich bei Fahrten mit dem betriebsfähigen dreiteiligen „Mat '24“-Zug großer Beliebtheit beim Publikum. Im November 2011 wurden der BD 9107 und der Barwagen C 8553 zur Aufarbeitung der Fahrwerke in das NedTrain-Werk in Haarlem überführt. Die eigentliche Überholung der Drehgestelle erfolgte bei der Firma Reussling in Hattingen (Deutschland), wo unter anderem sämtliche Tragfedern ausgetauscht wurden. Im Dezember 2012 erhielt der gesamte Zug nach einer erfolgreichen Probefahrt im öffentlichen Schienennetz die erneute Betriebszulassung. Der „Blokkendoos“-Zug ist derzeit aufgrund umfangreicher Instandhaltungsarbeiten außer Betrieb. TECHNISCHE DATEN: Hersteller: Werkspoor NV, Zuilen Baujahr:1931 Typ: Cecr / type 14 / serie C 8537 - 8555 (Cec) Historischen Nummer: ab 1931 - C 8553 / ab 1959 - B 5712 / ab 1973 – KNHS 76104 / seit 1994 - C 8553 Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsfolge: 2' 2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen) Eigengewicht: 40t Länge über die Puffer: 19.800 mm Drehzapfenabstand: 13.000 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.500 mm Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung) Quellen: Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften und Wikipedia (Niederlande) Stand/Überarbeitung: Juli 2026
Armin Schwarz

Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 29 April 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Hier im Vordergrund der Steuerwagen NS C 8104 (Ces) mit 88 Sitzplätzen der 3. Klasse und Durchgangsmöglichkeit, ex Triebwagen NS C 9411 (mCv).

Die NS-Baureihe Mat ’24 oder Materieel ’24 war eine (die erste) Serie von Elektrotriebzügen, die von der NS - Nederlandse Spoorwegen (Niederländischen Staatsbahnen, heute Niederländische Eisenbahnen AG) ab 1924 in großer Zahl eingesetzt wurde. Diese Züge sind unglaublich robust und schwer. nd der Tatsache, dass die Trainer wie Bausteine zusammengestellt werden können. Im Volksmund erhielten sie wegen des eckigen Äußeren und der Tatsache, dass die Wagen wie Bausteine zusammengestellt werden konnten, den Spitznamen „Blokkendozen“ (Kastendose). Ein weiterer Spitzname war „buffermaterieel“, weil sie im Unterschied zu anderen, mehr windschlüpfig aussehenden elektrischen Triebzügen mit üblicher Schraubenkupplung versehen waren. Wegen der Verbindung über Schraubenkupplung mit zwei Puffern konnten die Einheiten sehr flexibel kombiniert werden. Meist bestand ein Zug aus zwei Triebwagen und zwei oder drei antriebslosen Mittelwagen. Die lauten Geräusche der Motoren und Antriebe erinnerten manche Fahrgäste an Staubsauger, so dass auch dieser weitere Spitzname  Staubsauger  verwendet wurde. 

Ab Mitte der 1950er Jahre wurden die Mat ’24 zunehmend durch die neue Baureihe Mat ’54 ersetzt. Bei einigen Triebwagen wurden die Stromabnehmer und Motoren demontiert, sie wurden als einfache Beiwagen weiterverwendet. Da die Mat ’24 sehr robust waren, wurden einige Einheiten später auch als Postwagen oder für Dienstzwecke eingesetzt. Mehrere Wagen blieben museal erhalten.

Der Steuerwagen C 8104:
Der Steuerwagen C 8104 (Ces) wurde ursprünglich als Elektrotriebwagen C 9411 (mCv) 1928 bei NV Werkspoor in Zuilen mit einer elektrischen Installation von Heemaf in Hengelo gebaut. Er verfügte über 88 Sitzplätze der 3. Klasse und war als Spitzenverstärkung für die Hauptstrecke Amsterdam – Rotterdam vorgesehen. Durch einen Brand schwer beschädigt, wurde er 1944 zur Reparatur an Werkspoor gegeben, das inzwischen Teil der Gemeinde Utrecht geworden war. Erst nach dem Krieg im Jahr 1946 wurde C 9411 wieder in Dienst gestellt.

Der C 9411 war 1956 der erste Mat ’24-Triebwagen (Blokkendozen- Motorwagen) der in einen gezogenen Personenwagen, für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven, umgebaut wurde und hauptsächlich als Spitzenverstärkung auf längeren Strecken innerhalb der Niederlande dienen sollte. Es erhielt daraufhin die Nummer B 5841 (Bz), wobei die 88 Sitzplätze auf Holzbänken unverändert blieben. Eine Einschränkung des Einsatzes war das Fehlen einer Toilette.

Aufgrund der Verfügbarkeit neuer und besserer Ausrüstung wurde der nunmehrige B 5841 im Jahr 1973 überflüssig. Anschließend wurde er zum Ausstellungswagen 99-31 003 umgebaut. Als solcher wurde er bis 1982 verwendet und dann für Museumszwecke reserviert.

Im Jahr 1983 begann man mit einer behutsamen Restaurierung, bei der zunächst die Innenausstattung mit Bänken und Türen eines zuvor abgerissenen „Blokkendozen“-Wagens (Kastendose-Wagens) wiederhergestellt wurde. Er erhielt erneut 88 Sitzplätze auf Holzbänken. Auch der voll ausgestattete Steuerstand wurde umgebaut. In den Jahren 1987 – 1989 erfolgte eine Generalüberholung und erhielt nun die Nummer C 8104 (Ces), da er nun mit den ursprünglichen Steuerwagen C 8101 – 8103 (Ces) identisch war. Der einzige Unterschied zwischen mCv und Ces besteht im Fehlen von Fahrmotoren und der dazugehörigen Elektroinstallation beim Ces.

Abkürzungen:
C = 3. Klasse
e = elektrischer Zwischenwagen
m = Triebwagen
s = ausgestattet mit Steuerstand
v = ausgestattet mit Steuerstand mit Balgdurchgang
z = ohne Toilette

Der dreiteilige Zug von Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums, bestehend aus BD 9107, C 8553 und C 8104, war aufgrund einer Überholung des C 8104 und dem Fehlen der seit dem 1. April 2009 vorgeschriebenen automatischen Zugbeeinflussung ATB vorübergehend außer Betrieb. Die Überholung der Drehgestelle des C 8104 fand 2009 statt. Der Einbau der vereinfachten Version der ATB (ATBe) und deren Abnahme erfolgten im Mai und Juni 2010 bei Strukton in Zutphen. Im September wurde die Einsatzbescheinigung ausgestellt, danach fand am 9. Oktober wieder die erste Fahrt für ehrenamtliche Helfer des Eisenbahnmuseums statt.

Aufgrund größerer Wartungsarbeiten ist der Kastendosenzug aber z.Z. vorübergehend außer Betrieb.

TECHNISCHE DATEN:
Hersteller:Werkspoor NV, Zuilen
Baujahr:1928
Typ:Mat'24 ursprünglich '28 mC / seit 1989 Ces, Serie C 8101 – 8103 (8104)
Historischen Nummer:	ab 1928 - C 9411 / ab 1956 - B 5841 / ab 1973 - 99-31 003 / seit 1989 - C 8104
Spurweite:1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: 2'2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen)
Gewicht: 39 t
Länge über die Puffer:19.800 mm
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung)
Betriebsfähigkeit: ja
Der NS Mat ’24-Triebwagenzug (BD 9107, C 8553 und C 8104) „Blokkendozen“ (Kastendose) am 29 April 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaanstation. Ein Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt. Hier im Vordergrund der Steuerwagen NS C 8104 (Ces) mit 88 Sitzplätzen der 3. Klasse und Durchgangsmöglichkeit, ex Triebwagen NS C 9411 (mCv). Die NS-Baureihe Mat ’24 oder Materieel ’24 war eine (die erste) Serie von Elektrotriebzügen, die von der NS - Nederlandse Spoorwegen (Niederländischen Staatsbahnen, heute Niederländische Eisenbahnen AG) ab 1924 in großer Zahl eingesetzt wurde. Diese Züge sind unglaublich robust und schwer. nd der Tatsache, dass die Trainer wie Bausteine zusammengestellt werden können. Im Volksmund erhielten sie wegen des eckigen Äußeren und der Tatsache, dass die Wagen wie Bausteine zusammengestellt werden konnten, den Spitznamen „Blokkendozen“ (Kastendose). Ein weiterer Spitzname war „buffermaterieel“, weil sie im Unterschied zu anderen, mehr windschlüpfig aussehenden elektrischen Triebzügen mit üblicher Schraubenkupplung versehen waren. Wegen der Verbindung über Schraubenkupplung mit zwei Puffern konnten die Einheiten sehr flexibel kombiniert werden. Meist bestand ein Zug aus zwei Triebwagen und zwei oder drei antriebslosen Mittelwagen. Die lauten Geräusche der Motoren und Antriebe erinnerten manche Fahrgäste an Staubsauger, so dass auch dieser weitere Spitzname "Staubsauger" verwendet wurde. Ab Mitte der 1950er Jahre wurden die Mat ’24 zunehmend durch die neue Baureihe Mat ’54 ersetzt. Bei einigen Triebwagen wurden die Stromabnehmer und Motoren demontiert, sie wurden als einfache Beiwagen weiterverwendet. Da die Mat ’24 sehr robust waren, wurden einige Einheiten später auch als Postwagen oder für Dienstzwecke eingesetzt. Mehrere Wagen blieben museal erhalten. Der Steuerwagen C 8104: Der Steuerwagen C 8104 (Ces) wurde ursprünglich als Elektrotriebwagen C 9411 (mCv) 1928 bei NV Werkspoor in Zuilen mit einer elektrischen Installation von Heemaf in Hengelo gebaut. Er verfügte über 88 Sitzplätze der 3. Klasse und war als Spitzenverstärkung für die Hauptstrecke Amsterdam – Rotterdam vorgesehen. Durch einen Brand schwer beschädigt, wurde er 1944 zur Reparatur an Werkspoor gegeben, das inzwischen Teil der Gemeinde Utrecht geworden war. Erst nach dem Krieg im Jahr 1946 wurde C 9411 wieder in Dienst gestellt. Der C 9411 war 1956 der erste Mat ’24-Triebwagen (Blokkendozen- Motorwagen) der in einen gezogenen Personenwagen, für den Einsatz hinter Elektrolokomotiven, umgebaut wurde und hauptsächlich als Spitzenverstärkung auf längeren Strecken innerhalb der Niederlande dienen sollte. Es erhielt daraufhin die Nummer B 5841 (Bz), wobei die 88 Sitzplätze auf Holzbänken unverändert blieben. Eine Einschränkung des Einsatzes war das Fehlen einer Toilette. Aufgrund der Verfügbarkeit neuer und besserer Ausrüstung wurde der nunmehrige B 5841 im Jahr 1973 überflüssig. Anschließend wurde er zum Ausstellungswagen 99-31 003 umgebaut. Als solcher wurde er bis 1982 verwendet und dann für Museumszwecke reserviert. Im Jahr 1983 begann man mit einer behutsamen Restaurierung, bei der zunächst die Innenausstattung mit Bänken und Türen eines zuvor abgerissenen „Blokkendozen“-Wagens (Kastendose-Wagens) wiederhergestellt wurde. Er erhielt erneut 88 Sitzplätze auf Holzbänken. Auch der voll ausgestattete Steuerstand wurde umgebaut. In den Jahren 1987 – 1989 erfolgte eine Generalüberholung und erhielt nun die Nummer C 8104 (Ces), da er nun mit den ursprünglichen Steuerwagen C 8101 – 8103 (Ces) identisch war. Der einzige Unterschied zwischen mCv und Ces besteht im Fehlen von Fahrmotoren und der dazugehörigen Elektroinstallation beim Ces. Abkürzungen: C = 3. Klasse e = elektrischer Zwischenwagen m = Triebwagen s = ausgestattet mit Steuerstand v = ausgestattet mit Steuerstand mit Balgdurchgang z = ohne Toilette Der dreiteilige Zug von Mat’24 des Niederländischen Eisenbahnmuseums, bestehend aus BD 9107, C 8553 und C 8104, war aufgrund einer Überholung des C 8104 und dem Fehlen der seit dem 1. April 2009 vorgeschriebenen automatischen Zugbeeinflussung ATB vorübergehend außer Betrieb. Die Überholung der Drehgestelle des C 8104 fand 2009 statt. Der Einbau der vereinfachten Version der ATB (ATBe) und deren Abnahme erfolgten im Mai und Juni 2010 bei Strukton in Zutphen. Im September wurde die Einsatzbescheinigung ausgestellt, danach fand am 9. Oktober wieder die erste Fahrt für ehrenamtliche Helfer des Eisenbahnmuseums statt. Aufgrund größerer Wartungsarbeiten ist der Kastendosenzug aber z.Z. vorübergehend außer Betrieb. TECHNISCHE DATEN: Hersteller:Werkspoor NV, Zuilen Baujahr:1928 Typ:Mat'24 ursprünglich '28 mC / seit 1989 Ces, Serie C 8101 – 8103 (8104) Historischen Nummer: ab 1928 - C 9411 / ab 1956 - B 5841 / ab 1973 - 99-31 003 / seit 1989 - C 8104 Spurweite:1.435 mm (Normalspur) Achsfolge: 2'2' (4 Achsen in zwei Drehgestellen) Gewicht: 39 t Länge über die Puffer:19.800 mm Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h Kupplung: Schraubenkupplung (UIC-Kupplung) Betriebsfähigkeit: ja
Armin Schwarz






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