bahnfotokiste.startbilder.de
Hallo Gast, Sie sind nicht eingeloggt. Einloggen
Forum   Impressum

Der dreiachsige 2.Klasse Personenwagen BOB B³ 6 „Kaiserwagen“ ehemals der Berner Oberland-Bahn (BOB), seit Dezember 2013 bei der Museumsbahn Blonay–Chamby (BC), hier steht er am

(ID 818637)



Der dreiachsige 2.Klasse Personenwagen BOB B³ 6 „Kaiserwagen“ ehemals der Berner Oberland-Bahn (BOB), seit Dezember 2013 bei der Museumsbahn Blonay–Chamby (BC), hier steht er am 27.05.2023 bei der Dampflok-Wartungsstelle beim Museumsareal in Chaulin.

Die finanziellen Verhältnisse der Berner Oberland-Bahn waren schon alleine des Saisonbetriebes wegen nie so richtig gut. Der Personenwagenbestand war lange Zeit für die Tage mit hohem Verkehrsaufkommen eher unterdotiert. Die Eisenbahngesellschaft bemühte sich wiederholt mit kleineren Einzelbestellungen den Personenwagenbestand aufzustocken.1900 wurden aus diesem Grunde bei der damaligen Schweizerischen Waggonfabrik (SIG) vier dreiachsige Personenwagen bestellt. Es waren dies der B³ 5, B³ 6, C³ 25 und C² 26, die alle in grüner Farbe 1901 abgeliefert wurden, wobei die beiden C² gleich gebaut waren. Die beiden B³ unterschieden sich jedoch voneinander.

Der Wagen wurde 1901 von Schweizerische Industrie Gesellschaft (SIG) in Neuhausen am Rheinfall (damals noch als Schweizerische Waggonfabrik geführt) gebaut. Für den Wagen B³ 6 wurden 13.500 Franken bezahlt. Der Wagen ist ein Einzelstück, als er 1901 in Dienst gestellt wurde, war dieser Wagen der komfortabelste der BOB. Seine Innenausstattung aus bequemen Polsterbänken, war der 1. Klasse anderer Bahnen würdig.

Der B3 6 wurde frisch revidiert für den geplanten Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II im Herbst 1912 im Berner Oberland bereitgehalten. Der Kaiser benutzte aber den Wagen mit seinem Gefolge für einen Besuch im Berner Oberland nicht, da er länger als geplant am Kaisermanöver des III. Armeekorps der Schweizer Armee in der Ostschweiz verweilte. Zu diesem Zeitpunkt erhielt der Personenwagen den Spitznamen „Kaiserwagen“. Mit nur 24 Sitzplätzen bleibt der Wagen die meiste Zeit als Reserve und wird nur an Tagen mit starkem Verkehr genutzt.

1956 wurde der Wagen ausrangiert und 1959 an die Meiringen-Innertkirchen-Bahn (MIB) verkauft. Diese baute ihn vom B³ zum B² (Zweiachser) um und setzte den Personenwagen, nun als B² 2 nummeriert, jahrelang im Schülerverkehr ein. Bei diesem Umbau wurden die 24 Sitze der Polsterklasse durch 32 Sitze der Holzklasse ausgetauscht. Da dies im Zeitraum des Wechsels von drei Wagenklassen auf zwei Wagenklassen erfolgte, wurde der Wagen immer als B (2. Klasse) bezeichnet.

Im Jahr 1978 kehrte der Personenwagen von den Modelleisenbahnfreunden Eiger Zweilütschinen (MEFEZ) gekauft zurück auf das meterspurige Bahnstreckennetz der Berner Oberland-Bahnen. Dort wurde er wieder vom B² zum B² umgebaut und mit einer Bareinrichtung versehen. Der blau-weiße Anstrich wurde durch einen historisch braunen Anstrich mit passender zeitgenössischer Beschriftung ersetzt. Ab 1980 konnte der Personenwagen als Barwagen mit weiterhin 16 Sitzen der Holzklasse in den historischen Zügen und für Extrafahrten eingesetzt werden. Diesbezüglich hatte er die Zulassung für eine maximale Geschwindigkeit von 75 km/h für BOB Netz, sowie SBB Brünigbahn (Interlaken–Luzern). Da Sonderzüge auf einem stark befahrenen Streckennetz immer schwieriger zu organisieren sind, wurde der Wagen 2013 an die Museumsbahn Blonay-Chamby verkauft.

TECHNISCHE DATEN:
Baujahr: 1901
Hersteller: SIG, Neuhausen am Rheinfall
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Achsanzahl: 3 (bei MIB 2)
Länge über Puffer: 9.980 mm
Breite: 2.600 mm
Länge Wagenkasten: 10.000 mm (mit Plattformen)
Drehzapfenabstand: 5.600 mm
Achsabstand: 2 x 3.100 = 6.200mm
Eigengewicht: 8,6 t
Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h
Sitzplätze:16
Quellen: Museumsbahn BC, x-rail.ch und wikipedia

Der dreiachsige 2.Klasse Personenwagen BOB B³ 6 „Kaiserwagen“ ehemals der Berner Oberland-Bahn (BOB), seit Dezember 2013 bei der Museumsbahn Blonay–Chamby (BC), hier steht er am 27.05.2023 bei der Dampflok-Wartungsstelle beim Museumsareal in Chaulin.

Die finanziellen Verhältnisse der Berner Oberland-Bahn waren schon alleine des Saisonbetriebes wegen nie so richtig gut. Der Personenwagenbestand war lange Zeit für die Tage mit hohem Verkehrsaufkommen eher unterdotiert. Die Eisenbahngesellschaft bemühte sich wiederholt mit kleineren Einzelbestellungen den Personenwagenbestand aufzustocken.1900 wurden aus diesem Grunde bei der damaligen Schweizerischen Waggonfabrik (SIG) vier dreiachsige Personenwagen bestellt. Es waren dies der B³ 5, B³ 6, C³ 25 und C² 26, die alle in grüner Farbe 1901 abgeliefert wurden, wobei die beiden C² gleich gebaut waren. Die beiden B³ unterschieden sich jedoch voneinander.

Der Wagen wurde 1901 von Schweizerische Industrie Gesellschaft (SIG) in Neuhausen am Rheinfall (damals noch als Schweizerische Waggonfabrik geführt) gebaut. Für den Wagen B³ 6 wurden 13.500 Franken bezahlt. Der Wagen ist ein Einzelstück, als er 1901 in Dienst gestellt wurde, war dieser Wagen der komfortabelste der BOB. Seine Innenausstattung aus bequemen Polsterbänken, war der 1. Klasse anderer Bahnen würdig.

Der B3 6 wurde frisch revidiert für den geplanten Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II im Herbst 1912 im Berner Oberland bereitgehalten. Der Kaiser benutzte aber den Wagen mit seinem Gefolge für einen Besuch im Berner Oberland nicht, da er länger als geplant am Kaisermanöver des III. Armeekorps der Schweizer Armee in der Ostschweiz verweilte. Zu diesem Zeitpunkt erhielt der Personenwagen den Spitznamen „Kaiserwagen“. Mit nur 24 Sitzplätzen bleibt der Wagen die meiste Zeit als Reserve und wird nur an Tagen mit starkem Verkehr genutzt.

1956 wurde der Wagen ausrangiert und 1959 an die Meiringen-Innertkirchen-Bahn (MIB) verkauft. Diese baute ihn vom B³ zum B² (Zweiachser) um und setzte den Personenwagen, nun als B² 2 nummeriert, jahrelang im Schülerverkehr ein. Bei diesem Umbau wurden die 24 Sitze der Polsterklasse durch 32 Sitze der Holzklasse ausgetauscht. Da dies im Zeitraum des Wechsels von drei Wagenklassen auf zwei Wagenklassen erfolgte, wurde der Wagen immer als B (2. Klasse) bezeichnet.

Im Jahr 1978 kehrte der Personenwagen von den Modelleisenbahnfreunden Eiger Zweilütschinen (MEFEZ) gekauft zurück auf das meterspurige Bahnstreckennetz der Berner Oberland-Bahnen. Dort wurde er wieder vom B² zum B² umgebaut und mit einer Bareinrichtung versehen. Der blau-weiße Anstrich wurde durch einen historisch braunen Anstrich mit passender zeitgenössischer Beschriftung ersetzt. Ab 1980 konnte der Personenwagen als Barwagen mit weiterhin 16 Sitzen der Holzklasse in den historischen Zügen und für Extrafahrten eingesetzt werden. Diesbezüglich hatte er die Zulassung für eine maximale Geschwindigkeit von 75 km/h für BOB Netz, sowie SBB Brünigbahn (Interlaken–Luzern). Da Sonderzüge auf einem stark befahrenen Streckennetz immer schwieriger zu organisieren sind, wurde der Wagen 2013 an die Museumsbahn Blonay-Chamby verkauft.

TECHNISCHE DATEN:
Baujahr: 1901
Hersteller: SIG, Neuhausen am Rheinfall
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Achsanzahl: 3 (bei MIB 2)
Länge über Puffer: 9.980 mm
Breite: 2.600 mm
Länge Wagenkasten: 10.000 mm (mit Plattformen)
Drehzapfenabstand: 5.600 mm
Achsabstand: 2 x 3.100 = 6.200mm
Eigengewicht: 8,6 t
Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h
Sitzplätze:16
Quellen: Museumsbahn BC, x-rail.ch und wikipedia

Armin Schwarz 11.07.2023, 370 Aufrufe, 1 Kommentar

EXIF: Canon Canon EOS 6D, Datum 2023:05:27 12:39:51, Belichtungsdauer: 1/125, Blende: 10/1, ISO200, Brennweite: 24/1

1 Kommentar, Alle Kommentare
Peter Ackermann 16.07.2023 16:10

Soviel ich weiss, wurde dieser Wagen durch Verwendung des dreiachsigen Untergestells des Gepäckwagens F3 50 wieder zum Dreiachser. Die Sache mit dem Wagenmangel der BOB konnte jahrelang so gelöst werden, dass die recht grosse Zahl von Reservefahrzeugen der Brünigbahn dann aushalfen, wenn sie bei den SBB nicht benötigt wurden, d.h. am mittleren/späteren Nachmittag Grindelwald/Lauterbrunnen - Interlaken. Grüsse, Peter

Trotz der Grenze und der unterschiedlichen Betriebssysteme bemühten sich die beiden Betreiben der Strecke Martigny - Saint-Gervais immer um die Möglichkeit die Fahrzeuge auf der gesamten strecke einsetzen zu können. So bestimmte die in Frankreich eingesetzte  Bremsschiene  die Höhe über der Schienenoberkannte der Zahnstange der M-C, die somit den grössten Höhenwert aller Schweizer Bahnen besitzt. 
Allen Bemühungen zu Trotz, muss und musste meist Umgestiegen werden. Aber wo? 
Heute steigt man in Vallorine um, etliche Jahre fuhr die SNCF bis Châtelard Frontière, aber auch schon früher fuhren M-C Züge bis Vallorcine wie des Bild eines Zugs in Salvan zeigt.
Zudem gab es auch direkte (Steuer)-Wagen von Martigny bis Chamonix und mit den BDeh 4/8 21 und 22 bzw. SNCF Z800 wollte man eigentlich grundsätzlich direkte Züge anbieten, was leider nur eine kurze Zeit verwirklicht wurde. 

Analogbild vom August 1995
Trotz der Grenze und der unterschiedlichen Betriebssysteme bemühten sich die beiden Betreiben der Strecke Martigny - Saint-Gervais immer um die Möglichkeit die Fahrzeuge auf der gesamten strecke einsetzen zu können. So bestimmte die in Frankreich eingesetzte "Bremsschiene" die Höhe über der Schienenoberkannte der Zahnstange der M-C, die somit den grössten Höhenwert aller Schweizer Bahnen besitzt. Allen Bemühungen zu Trotz, muss und musste meist Umgestiegen werden. Aber wo? Heute steigt man in Vallorine um, etliche Jahre fuhr die SNCF bis Châtelard Frontière, aber auch schon früher fuhren M-C Züge bis Vallorcine wie des Bild eines Zugs in Salvan zeigt. Zudem gab es auch direkte (Steuer)-Wagen von Martigny bis Chamonix und mit den BDeh 4/8 21 und 22 bzw. SNCF Z800 wollte man eigentlich grundsätzlich direkte Züge anbieten, was leider nur eine kurze Zeit verwirklicht wurde. Analogbild vom August 1995
Stefan Wohlfahrt

Châtelard Frontiere mit dem SNCF Z 803 aus Richtung von Vallorcine eingetroffen im Hintergrund und dem abgestellten M-C Zug mit dem noch in der Sonne stehenden Bt 65. Der Bahnhof ist bereits mit der Fahrleitung überspannt und dürfte zu diesem Zeitpunkt auch schon den M-C Zügen benutzt worden sein, während die SNCF Züge sich noch der Stromschien bedienten. Interessanterweise ist diese Stromschien wie das Bild eindrücklich zeit im Gegensatz zu französischen Bahnhöfen nicht mit schützenden Holz- oder Metallblanken versehen, sondern liegt frei neben dem Gleise.

Analogbild vom März 1998
Châtelard Frontiere mit dem SNCF Z 803 aus Richtung von Vallorcine eingetroffen im Hintergrund und dem abgestellten M-C Zug mit dem noch in der Sonne stehenden Bt 65. Der Bahnhof ist bereits mit der Fahrleitung überspannt und dürfte zu diesem Zeitpunkt auch schon den M-C Zügen benutzt worden sein, während die SNCF Züge sich noch der Stromschien bedienten. Interessanterweise ist diese Stromschien wie das Bild eindrücklich zeit im Gegensatz zu französischen Bahnhöfen nicht mit schützenden Holz- oder Metallblanken versehen, sondern liegt frei neben dem Gleise. Analogbild vom März 1998
Stefan Wohlfahrt

Mit dem Bt 601 und dem Zwischenwagen B 701 erreicht der M-C Einzelgänger BDeh 4/4 501 (Baujahr 1980) von Martigny kommend sein Ziel Châtelard Frontière. Zwar hängt nun die Fahrleitung im Bahnhof von Le Châtelard, doch zum Aufnahmezeitpunkt war sie noch im Bau und somit spannungslos, was erklärt, weshalb der Zug mit gesenktem Stromabnehmer verkehrt. 

Analogbild vom August 1995
Mit dem Bt 601 und dem Zwischenwagen B 701 erreicht der M-C Einzelgänger BDeh 4/4 501 (Baujahr 1980) von Martigny kommend sein Ziel Châtelard Frontière. Zwar hängt nun die Fahrleitung im Bahnhof von Le Châtelard, doch zum Aufnahmezeitpunkt war sie noch im Bau und somit spannungslos, was erklärt, weshalb der Zug mit gesenktem Stromabnehmer verkehrt. Analogbild vom August 1995
Stefan Wohlfahrt

Der Bergsturz von Randa: Aufstieg im Abstieg. Talabwärts fahrende Züge müssen nach der Station Randa den steilen Aufstieg zum Scheitelpunkt der Umfahrungsstrecke bewältigen. Im Hintergrund der Bergsturz. Im Bild ein  Komet -Zug, dessen hinterster Wagen der Doppelsteuerwagen ABt 2131 ist. Durch die Einheitlichkeit des Designs der Komet-Züge sieht man kaum, dass es sich um einen separaten Doppelwagen handelt. 30.August 2025
Der Bergsturz von Randa: Aufstieg im Abstieg. Talabwärts fahrende Züge müssen nach der Station Randa den steilen Aufstieg zum Scheitelpunkt der Umfahrungsstrecke bewältigen. Im Hintergrund der Bergsturz. Im Bild ein "Komet"-Zug, dessen hinterster Wagen der Doppelsteuerwagen ABt 2131 ist. Durch die Einheitlichkeit des Designs der Komet-Züge sieht man kaum, dass es sich um einen separaten Doppelwagen handelt. 30.August 2025
Peter Ackermann






Statistik Statistik
 
Diese Webseite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Sie können zwischen personalisierter und nicht-personalisierter Werbung wählen.
Mit der Nutzung dieser Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.